Evangelisch in Heßdorf, Höllrich und Weickersgrüben

Die Kirche in Höllrich ist auf leicht erhöhtem Platz in Kleinhöllrich erbaut und war einst
vom Friedhof umgeben.
Die erste heute nicht mehr erhaltene Kirche wurde wahrscheinlich um das Jahr 1450 erbaut.
1477 wird diese erste Pfarrkirche von Höllrich erstmals erwähnt.
Aus dem Jahr 1487 stammt die älteste und größte der drei Glocken, die in einem kleinen
Dachreitertürmchen untergebracht sind. Sie zählt zu den ältesten Glocken im Umkreis.
Der Taufstein mit tiefem Tauchbecken in Kelchform wird von eine Band umschlossen, das
das Wappen der "von der Tann" und das der "von Thüngen" mit der Jahreszahl 1594 ziert.
1706 erhielt die Kirche durch Umbau die heutige Gestalt. Sie wurde im Stil des Barock
gestaltet, vereinzelt sind Ankänge an späte Rennaisance erkennbar.
Im Kirchenschiff befinden sich sechs Grabsteine. Am Chorhaupt ist das Grabmal von
Otto Wilhelm von Thüngen angebracht. Er sorgte in der Reformationszeit dafür, dass
der erste evangelische Pfarrer nach Höllrich kam.
Die heutige Innengestaltung verdankt die Kirche einer umfassenden Renovierung im
Jahre 1977.
Dicht neben der Kirche steht das Pfarrhaus. 1980 wurde es auf den Grundmauern des
alten Pfarrhauses neu erbaut.
Das ehemalige Schulgebäude neben der Kirche wurde in den vergangenen Jahren
mehrfach umfangreich renoviert und bietet als Gemeindehaus ausreichend Platz
für die kirchlichen Veranstaltungen.