Evangelisch in Heßdorf, Höllrich und Weickersgrüben

Reformationstag 2008 Gottesdienst in Höllrich

"Luther-Taler"

Gottes Gnade ist ein Geschenk, für das wir keine Vorleistungen erbringen müssen. So hat Martin Luther die zentrale Botschaft der Bibel immer wieder zur Sprache gebracht. Zum Zeichen dafür, dass Gott uns seine Gnade, Liebe und Barmherzigkeit schenkt und uns damit reich macht, verteilte Pfarrerin Mebert an jeden einen "Luther-Taler" mit einer darauf abgebildeten Lutherrose.

Martin Luther hatte die Lutherrose als Sinnbild seiner Theologie verstanden und sie in
einem Brief an den Stadtschreiber Lazarus Spengler so gedeutet:
"Das erste sollte ein Kreuz sein: schwarz im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte, damit ich mir selbst Erinnerung gäbe, dass der Glauben an den Gekreuzigten uns selig machet. Denn der Gerechte wird seines Glaubens leben den Glauben an den Gekreuzigten.
Solch ein Herz aber soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzuzeigen, dass der Glaube Freude Trost und Friede gibt, darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe.
Solche Rose stehet im himmelfarbenen Felde, dass solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlischen Freude zukünftig.
Und in solch Feld einen güldenen Ring, dass solch Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat und auch köstlich über alle Freude und Güter, wie das Gold das höchste edelste und köstlichste Erz ist."

Pfarrerin Christel Mebert verteilt die Luthertaler

Kürbissuppe wie zu Luthers Zeiten

In Erinnerung an den Speiseplan von Martin Luthers Ehefrau Katharina wurde im
Anschluss an den Gottesdienst den Gästen im Gemeindehaus auch Kürbissuppe angeboten.
Katharina Luther bewirtschaftete einst mehrere Gärten, in denen neben Rettich,
Kohl und Melonen auch Kürbisse wuchsen. Krübissuppe sollten darum dem gemütlichen
Treffen im Gemeindehaus am Reformationsabend 2008 seine besondere Note verleihen.
Zubereitet wurde das “Reformations-Schmankerl” von Kirchenvorsteherin Dagmar
Schubert. Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher und mehrere Helferinnen
und Helfer übernahmen die Vorbereitung und Organisation der Bewirtung.

Gemütlicher Ausklang im Gemeindehaus Höllrich

Kirchenvorsteherin Dagmar Schubert freut sich: Die Kürbissuppe hat allen sehr gut geschmeckt. Am Ende ist der Kochtopf leer! Zeit haben füreinander, zum Essen und Trinken und zum Gespräch